Angst
ist - evolutionär gesehen - eine außerordentlich wichtige Emotion: Würde die Menschheit keine Ängste kennen, so ginge sie viel zu hohe Risiken ein und wäre langfristig nicht überlebensfähig.

Einschränkend ist hingegen eine überhöhte Angst. Betroffene Menschen tendieren dann dazu, Objekte oder Situationen zu vermeiden. Sie weichen demnach wichtigen Situationen aus, wie Prüfungen, Vorträgen, ärztlichen Untersuchungen, sexuellen Kontakten, oder vermeiden Hunde, Brücken, Supermärkte, höher gelegene Stockwerke u.v.a. 

Diese Vermeidungshaltung kann zu einer ausgeprägten Gewohnheit werden, so dass sich Menschen z.T. der eigenen Angst oft nicht mehr bewusst sind ... (was zeigt, dass man mit zahlreichen Ängsten durchaus gut leben kann. Beispiel: Ich muss ja nicht fliegen oder in eine Gondel steigen ...). 

Leider gibt es aber auch Situationen, die man aus privaten oder beruflichen Gründen nur schlecht oder gar nicht umgehen kann: Hier beginnt oft eine langjährige Leidensgeschichte, und genau hier liegt die Indikation für eine Behandlung vor.

Ängste können isoliert (alleine) vorkommen, aber aber auch in Kombinationen mit anderen psychischen Problemen (wie Depressionen, Zwängen, u.a.m.) auftreten, sodass hier zunächst eine genaue Abklärung angebracht ist.