Während z.B. Ängste und Depressionen relativ "eindimensional" - und damit leicht verstehbar - sind, zeigen Zustände, die der Krankheit Schizophrenie zuzuordnen sind, eine große Vielfalt von Erscheinungsformen. Es handelt sich vorwiegend um eine sogenannte "kognitive" Störung, allerdings häufig begleitet von unterschiedlichen Symptomen, die uns vertrauter sind (Ängstlichkeit, Verstimmungen, Motivationsmangel, u.a.).

Was aber sind "kognitive" Auffälligkeiten? Kognitionen umfassen das Gesamt des Denkens: Wahrnehmen, Schlussfolgern, Bewerten, Assoziieren und vieles mehr.

Es handelt sich bei schizophrenen Menschen also nicht um "gespaltene" Persönlichkeiten, sondern um solche, bei denen Denkprozesse (nicht die Intelligenz!!) ein wenig anders ablaufen. Auch können (übliche oder ungewöhnliche) Ideen/Überzeugungen dermaßen verfestigt sein, dass Außenstehende sie als "Wahn" bezeichnen. Damit wird auch verständlich, dass dies zu familiären Konflikten führen kann, oder zu Problemen mit Arbeitgebern. Während z.B. durchaus viele Menschen vermuten, dass die Polizei sie im Auge hat, kann es sein, dass dies für eine schizophrene Person eine unbestreitbare Tatsache ist.

Bei fast allen Menschen unterliegt die Denkleistung dem Stress (siehe: Prüfungsversagen!) - bei Menschen die zur Schizophrenie neigen, jedoch in verstärktem Ausmaß! Daraus kann man schon sehr gut ableiten, wie Faktoren der Arbeitswelt (und andere) sich auf solche Menschen auswirken.